Im zweiten Halbjahr der sechsten Klasse wird einem als Gymnasiast eine schwere und wichtige Frage gestellt:

 "Französisch oder Latein?"

Als wir die sechste Klasse besucht haben, (2015/2016) standen wir auch vor dieser schweren Entscheidung. Wir besuchten mit unserem LuP-Projektkursen zwei Vorträge eines jeweiligen Fachlehrers, die 90 Minuten dauerten.

 

Zuerst erzählte uns Frau Marterer eine Doppelstunde lang, was denn das Besondere an Französisch sei, dass man im Unterricht auch aktuelle Themen, wie eine Fußballweltmeisterschaft behandelt, oder dass man einen Schüleraustausch machen kann und dass man z.B. in der Jahrgangsstufe 10 eine Prüfung, die "DELF" genannt wird, machen kann, mit der man sich bewerben und an einer französischen Universität studieren kann. Außerdem wurden Fragen beantwortet, wie zum Beispiel die Frage, für welche Berufe denn Französisch wichtig wäre. 

In der eine Woche später stattfindenden Doppelstunde erarbeiteten wir mit Herrn Ritscher den Lektionstext der ersten Lektion im Lateinbuch. Das ging auch ohne wirkliche Vorkentnisse, da alle romanischen Sprachen, zu denen auch Deutsch, Englisch und Französisch zählen, auf dem Lateinischem basieren. So lernten wir, wie spannend diese Sprache denn sei.

Außerdem gab es auch einen Elternabend, bei dem alle Fachkräfte ihre Fremdsprache vorstellten, um die Elternschaft zu informieren.

Als ich vor dieser Wahl stand, wurde mir erzählt, dass Französisch etwas für Schüler wäre, die gerne Gruppenarbeiten machen und Latein mehr strukturiertes Lernen sei.

Auch die Arbeiten sind anders aufgebaut: Während die Französischarbeiten den Englischarbeiten ähneln, (reading, vocabulary test, grammar, writing) sind die Lateinarbeiten ein zu lateinischer, zu übersetzender Text, der ungefähr 70-100 Wörter beinhaltet und recht komplexe Worttabellen. 

Letztendlich entschied ich mich für Latein, was eine gute Wahl war.