Der Klimawandel schreitet immer weiter voran und, wenn wir so weiter machen wie bisher, wird dies zu schlimmen Folgen führen. Diese und weitere Folgen kann man anhand des ökologischen Fußabdrucks messen.
Mit dem ökologischen Fußabdruck kann man sowohl seinen persönlichen als auch den durchschnittlichen Fußabdruck eines Landes berechnen. Die Einheit hierfür ist globaler Hektar, kurz gha. Der Durchschnitt Deutschlands liegt momentan bei 4,9 globalen Hektar. Dies entspricht 49.000 Quadratmetern pro Person oder auch etwa 5 Fußballfeldern und bedeutet das jeder Bürger momentan etwa diese Fläche mit biologischer Produktivität nutzt1. Wenn jeder Mensch auf dieser Welt so leben würde, bräuchten wir insgesamt die Fläche von 2,9 Erden.
Jener ökologische Fußabdruck wird aus mehreren Teile berechnet. Der größte, aus 35 Prozent bestehende Teil ist die Ernährung, die ungefähr 1,7 gha entspricht, wobei die Lebensmittel hierbei extrem wichtig sind, da vor allem Tiere wie Kühe und Schweine Methan ausstoßen. Methan ist umweltschädlicher als CO2 und kann nicht von Bäumen wieder in O2, also Sauerstoff, umgewandelt werden. Jedoch baut sich Methan nach ungefähr 12,4 Jahren wieder ab2.
Zudem werden 77 Prozent des Agrarlandes für den Konsum von Tieren verwendet, wovon etwa ein Drittel für das Futter der Tiere gebraucht wird. Menschen könnten jedoch die Landfläche auch effektiver nutzen.
1,3 globale Hektar sind regelmäßigem Fleisch- und Fischkonsum wie auch aus dem Konsum anderer tierischen Produkte zuzuordnen. Die Berechnung lässt außen vor, wie die Produkte ausgezeichnet sind (Bioprodukt, regionales Produkte,…).
Lässt man nun aber strikt den Fleisch- und Fischkonsum weg, sinkt der gha um 0,6. Daraus entsteht ein Unterschied, der eine Fläche von circa einem Drittel der Erde ausmacht. Wenn man noch weiter geht und sich nur noch streng vegan ernährt, senkt man seinen gha weiter auf 0,3. Weitere 0,24 Erden werden somit eingespart. Insgesamt würden wir dadurch etwas mehr als die Hälfte der Erde oder auch 1,0 gha sparen können3.
Wenn jeder so wie der durchschnittliche Deutsche leben würde, würden sogar die 0,6 eingesparten Erden nicht ausreichen, um das Klima zu retten. Allerdings leben die Deutschen auf recht großem Fuß. Beispielsweise liegt der Durchschnitt in Bangladesch bei 0,8 gha, was nicht einmal einer halben Erde entspricht. Weltweit liegt der Durchschnitt bei 2,8 globalen Hektar4. Dieser Unterschied hat ganz unterschiedliche Gründe: Vor allem die Lebensweise der Bürger ist ausschlaggebend.
Insgesamt und weltweit gesehen können wir allerdings mehr tun, als nur unsere Ernährung umzustellen. Die restlichen 65 Prozent des ökologischen Fußabdruckes bestehen aus Wohnen sowie Heizen des Lebensraumes, Mobilität, also wie man sich fortbewegt, und auch aus dem Konsum von Gütern wie beispielsweise Kleidung. Denn selbst hierfür werden Wasser und umweltschädliche Chemikalien benötigt. Zudem kommen noch die teilweise sehr langen Transportwege hinzu, wodurch zusätzlich schädliches CO2 in die Umwelt gelangt.